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Motivation fürs Reisen

Die meisten Menschen setzen Reisen mit Urlaub gleich. Sie sehnen sich nach Entspannung und Erholung. Sie möchten für ein paar Tage oder Wochen dem stressigen Alltag den Rücken kehren und einfach abschalten. Das zählt für mich natürlich auch. Reisen bedeutet mir persönlich aber noch mehr.

Reisen als „Hobby“

Als ich 2004 meine erste große Reise (fünf Wochen Zentralamerika) gemacht habe, ist mir dieses „Hobby“ ans Herz gewachsen. Pathetisch ausgedrückt kann man es als Lebenseinstellung oder gar „Sinn des Lebens“ bezeichnen. Das Leben ist nun mal kurz und die Welt groß – naturgemäß möchte ich soviel wie möglich von ihr erkunden bevor ich sie von unten sehe! Am besten alle Winkel der Erde, und dort Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben, Religionen, Sprachen und Traditionen treffen. Andere klimatische Bedingungen spielen natürlich auch eine Rolle. Mit einem Langstreckenflug  kann man geschwind in wärmere Gefilde verschwinden. Unter Palmen lässt sich der deutsche Winter, vornehmlich der furchtbare Februar (mitsamt Fasching), gut aushalten! Eng verbunden mit dem Reisen ist meine Leidenschaft für Fotografie. Auf Reisen zu knipsen bietet eine Vielzahl von Motiven (Landschaften, Menschen, Pflanzen und Tiere) und man kann die gesammelten Eindrücke ein wenig konservieren.

Tourists vs Travellers

Sobald man im Ausland eine Kamera und/oder einen Stadtplan zückt, ist man Tourist. Daran ist auch nichts auszusetzen. Dennoch gewinnt man mehr Eindrücke, wenn man auf All-Inclusive-Urlaub verzichtet und ein wenig vom sicheren Pfad der Pauschalurlauber abweicht.

Als Traveller statt Tourist sollte man vornehmlich dort essen, wo die Einheimischen auch hingehen. Natürlich freut man sich, wenn im Hotel oder Hostel Frühstück inklusive ist. Aber wenn man die „Safe-Zone“ verlässt und Lokale aufsucht, wo es oftmals nicht mal eine englische Speisekarte gibt, priceless! Natürlich sollte man es als „fortgeschrittener Tourist“ nicht übertreiben. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten einer Stadt lohnen sich mehr, wenn man sehr früh aufsteht, um den riesigen Touristenansturm zu vermeiden. Zu den besten Zeiten (Sonnenauf- und Untergang, goldene Stunde) finden sich meist schon die Profis mit den teuren Kameras ein. Aber meiden sollte man diese „hot spots“ dennoch nicht. Lungert nur in Wohngebieten und Hinterhöfen herum, wird man womöglich als typisch deutscher Hipster-Tourist 1 verachtet.

Ist man in ärmeren Ländern unterwegs, wo womöglich noch eine korrupte Regierung die ausländische Devisen für ihre Zwecke verwendet, ist es ratsam, sein teuer Erspartes an viele Parteien aufzuteilen. Lieber viele (kleine) Dinge in unterschiedlichen Läden kaufen, als große, government-run Boutiquen oder Hotels zu unterstützen.

Reisen für wenig Geld

Jeder kann Reisen. Aber nicht jeder tut es. Einige wenige Menschen kommen gar nicht auf die Idee, zu verreisen und bleiben viel lieber zu Hause. Für diese Leute ist dieser Blog nicht geeignet. Viele Leute in meinem Bekanntenkreis würden gerne (mehr) verreisen. Oftmals scheitert das Vorhaben aber an mangelnder Zeit. Sehr viel häufiger aber an fehlendem Geld.

Ich behaupte, dass das kein Hindernis sein muss. Durch kluge Planung und Vorbereitung mit Hilfe des World Wide Webs hat man viel mehr Möglichkeiten, sich über Flüge, Unterkünfte und Lebenskosten in anderen Ländern schlau zu machen. Hat man sich ein Ziel gesetzt und bucht 3-6 Monate im voraus, kosten die Flüge auch weniger. Deutschland hat ein recht hohes Preisniveau. In gefühlt 80% vom Rest der Welt sind die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten niedriger. Fährt man länger weg, kann man seine Wohnung z.B. untervermieten und damit die Reise sogar querfinanzieren!

Wie bereitet man sich vor?

Das kommt hauptsächlich auf die Dauer der Reise und die klimatischen Bedingungen an. So oder so, eine Packliste macht eigentlich immer Sinn! Außerdem ist es ratsam, sich über die empfohlenen Reiseimpfungen für das Reiseziel zu informieren. Die Seiten des Tropeninstituts informieren sehr ausführlich zur Thematik. Mit etwas Glück übernimmt die Krankenkasse den Großteil der Kosten für die gängigsten Impfungen.

In der örtlichen Bibliothek findet man zu den meisten Destinationen Reiseführer, GEO-Hefte und Stadtpläne. Ich leihe mir gern gleich mehrere aus und schreibe mir interessante Tipps in mein Notizbuch, was dann wie ein etwas persönlicheres Guidebook herhält. 1300-seitige Lonely-Planet-Reiseführer möchte man nicht immer mitschleppen.

Über mich

geboren: 1981 (Bayern)

gelebt: Dingolfing, Garching, München

gerade: Berlin

gewesen: Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, U.S.A., Tschechische Republick, Slowakei, Dänemark, Niederlande, England, Polen, Kroatien, Ungarn, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden, Spanien, Costa Rica, Nicaragua, Guatemala, El Salvador, Honduras, Mexiko, Indien, Thailand, Myanmar, Kambodscha.

 

Quellen:
1 http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/593589/Gestatten-der-deutsche-Hipster-Tourist

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